Fußballeuropameisterschaft 2017 die Dritte – Russland kann kommen

Bisher läuft ja alles gut bei unseren Fußballmädels. Gegen Schweden ein Unentschieden und Italien 2 : 1 vernascht. Als nächstes ist Russland dran. Ein Sieg und unsere Fußballdamen sind weiter. Ich gehe ja stark davon aus, dass sie gegen Russland gewinnen werden, denn schließlich will ich hier noch ein paar Plätzchen backen. Aber jetzt sind wir erst einmal in Russland und dort gibt es eine reichhaltige Backtradition und viele Plätzchenrezepte. Deshalb ist es mir nicht leicht gefallen ein passendes Gebäck zu finden. Russisches Brot war auch in der Vorauswahl. Wir haben es gebacken und es kam in der ganzen Belegschaft gut an. Es weckte bei vielen Kindheitserinnerungen. Warum das Rezept es nicht auf meinen Blog geschaft hat, ist ganz einfach. Russisch Brot ist ziemlich sicher kein russisches Gebäck und auch wenn natürlich wieder einmal die Wiener das Urheberrecht für sich beanspruchen, kommt es meiner Meinung nach aus Deutschland. Nichts für ungut liebe Wienerleit, ein kleines Plätzchenrezept könnt ihr doch auch uns überlassen.Plätzchen aus Russland

Wie kam dann der Name Russisch Brot zustande? Im Internet kusiert die Theorie, dass es einmal irgendwo in Russland gebacken wurde und von dort nach Deutschland oder Wien gebracht wurde, je nach Wohnort des Kopierers. Mittlerweile jedoch dort in Vergessenheit geraten sind. Schöne Geschichte, die natürlich dadurch immer wahrer wird, dass sie im Internet immer weiter kopiert wird. Wahrscheinlich hat mal irgendwer fest gestellt, dass es in Russland ja überhaupt kein Russisch Brot gibt und sich dann diese Geschichte ausgedacht. Meine Theorie ist, dass sich der Gebäckerfinder auf der Suche nach einem Namen einfach bei einem fremden Land bedient hat. So wird dieses Plätzchen zu etwas Exotischem. Dies wird übrigens sehr häufig gemacht. Man bäckt z. B. einen Kuchen mit Kokos und Ananas und nennt ihn dann natürlich Karibischen Kokoskuchen. Vielleicht ist das auch bei meinen Russischen Fruchtschnittchen so? Aber es könnte ja auch wirklich aus Russland sein. Russland ist ja so groß. Da könnte doch schon irgendwo, irgendwer, irgendwann ein paar “Russische Fruchtschnittchen” gebacken haben:

Russische Fruchtschnittchen

Plätzchen aus Russland

Rezept:
180 g Eiweiß (6 Stück)
175 Zucker
200 Butter (weich)
120 g Eigelb (6 Stück)
3 g geriebene Zitronenschale
100 g gehackte Mandeln
50 g Zitronat
50 g Orangeat
200 g Weizenmehl (Type 550)
Belag:
100 g gehobelte Mandeln
2 g Vanille gemahlen
1 EL Puderzucker

1 EL HagelzuckerPlätzchen aus Russland

Zubereitung:
Gehackte Mandeln rösten und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Eiweiß mit Zucker steif schlagen. Butter cremig rühren und die Eigelb nach und nach unterrühren. Alles unterheben. Plätzchen aus RusslandAuf ein Backblech dünn aufstreichen. Gehobelte Mandeln, Vanille und Puderzucker mischen und auf dem aufgestrichenen Teig verteilen. Den Hagelzucker darauf verteilen. Bei 175 ° C etwa 15 – 20 Minuten goldgelb backen. Ein wenig auskühlen lassen und dann in kleine Rauten schneiden.Plätzchen aus Russland

Fazit: Ob aus Russland oder nicht ist eigentlich egal, denn es gibt kleine saftige und leckere Schnittchen. Schnell gemacht sind sie auch noch. In diesem Sinne wünsche ich unseren Mädels viele Tore und wir hören uns dann im Viertelfinale.Plätzchen aus Russland

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

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