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Heute:

Amelie von Kunterbuntweissblau

Ihr Wunsch: Schwarzwälder-Kirschtorte

SChwarzwälderIhr Blog: Kunterbuntweissblau

 

Wie soll man ihren wunderbaren Blog erklären? Gut, dass Amelie es auf unserem Video selber macht. Ich würde Ihren Blog so charakterisieren: Bei ihr sind alle richtig, die Bayern und unsere Kochkunst lieben, aber auch mal über den Tellerrand hinausschauen wollen. Also bei Amelie ist nicht alles weißblau, sondern sie lässt die kunterbunte Welt herein!

Warum bloggt man eigentlich? Oder genauer, warum macht man einen Foodblog? Hier gibt es mit Sicherheit die unterschiedlichsten Motive. Manche wollen reich und berühmt werden. Anderen reicht es, wenn sie ihren Lebensunterhalt damit verdienen können. Oder es ist die größte Freude, wenn man mit Testpaketen der Firmen überhäuft wird und die Firma die nächste Verlosung sponsert. Die meisten jedoch machen es aus Spaß und Freude, ihnen gefällt es, wenn ein paar ihre Ergüsse lesen und vielleicht noch der eine oder andere Kommentar unter ihren Blogartikeln steht. Ich glaube das zumindest, denn das ist ja meine Hauptmotivation. Wobei mir das ja gar nicht mehr am meisten Spaß macht. Denn das Schönste am Bloggen ist für mich, diese ganzen durchgedrehten Foodblogger und Foodbloggerinnen im richtigen Leben zu treffen. In Wirklichkeit sind es natürlich hauptsächlich Mädels, die bloggen.

 

Warum ist es aber dann so schön sich zu treffen? Weil man sich zwar noch nie vorher gesehen hat und trotzdem es kein Problem ist, sich stundenlang zu unterhalten. Denn dann kann man nächtelang darüber philosophieren, ob die Spaghetti den perfekten „Al-Dente-Grad“ nur dann erreichen, wenn man den Löffel rechts herum dreht, oder ob man ihn auch links herum im Topf führen kann. Und jetzt haben wir noch gar nicht über den perfekten Salzgehalt im Nudelwasser geredet. Oder ob und generell und sowieso. Wobei es schon manchmal im Restaurant störend sein kann, wenn ein Zehnpersonentisch gleichzeitig seine Kameraausrüstung auspackt, und niemand mit dem Essen beginnen darf, bevor nicht alles fotografiert ist. Das Problem dabei ist ja nicht, dass es jeder mit seiner Spiegelreflexkamera perfekt ablichtet. Nein, anschließend werden auch noch die Smartphones gezückt, noch einmal alles fotografiert und dann via Facebook, Pinterest, Instagram und wie sie alle heißen, in die weite Welt geschickt. Wer jetzt glaubt, wir könnten endlich mit dem Essen anfangen, der hat keinen Foodblogger in seinem Freundeskreis. Denn zunächst einmal müssen alle Essen analytisch zerlegt werden. Zuerst wird das Gesamtbild diskutiert, dann vorsichtig alles auseinander gepflügt. Liegt das Salatblatt am richtigen Fleck? Hat der Koch das richtige Meersalz verwendet? Ist dieser Teller jetzt total retro oder schon wieder so retro, dass er schon wieder hipp ist. Sollte man vielleicht als Vorsichtsmaßnahme noch ein Foto schießen. „Verdammt, ich hab’s noch nicht getwittert!“ Ja, ja Foodblogger zu sein, ist nicht immer einfach, vor allem beim Essen!
Schwarzwälderkirsch

 

Hieraus könnt ihr ersehen, warum es nichts Schöneres gibt, als sich mit Gleichgesinnten zu treffen. Deshalb hatte ich auch die Idee, mir einmal im Monat einen Foodblogger oder eine Foodbloggerin in meine Backstube einzuladen, damit wir gemeinsam etwas backen könnten. Eigentlich war es gar nicht meine Idee, sondern die von meinem Sohn Dominik. Angeregt durch unsere Backsession im örtlichen Buchladen, meinte er, so etwas könnte man doch öfter machen und ich solle mir doch Leute in die Backstube zum Backen einladen. Er würde das dann filmen und schön zusammen schneiden. Meine Idee war dann, dass sich die Bloggerin oder der Blogger etwas von mir wünschen könnte, was wir dann gemeinsam vor der Kamera backen würden. Vorsichtig habe ich dann einmal bei der lieben AmelieKunterbuntweissblau von Kunterbuntweißblau angefragt und sie hat sofort begeistert zugesagt. So nahm alles seinen Lauf. Das Ergebnis könnt ihr dann im Video begutachten. Das waren dann also die guten Nachrichten. Jedoch die Wolken trübten sich, und Berlin rief an. Nicht bei mir, sondern bei meinem Kameramann, Tonassistenten, Lichtassistenten, Cutter und Sohnemann Dominik. „Whired“ hatte ihn gerufen und so musste er dem Ruf der großen Stadt folgen und seinen alten Vater im kleinen München zurück lassen. So unverhofft und plötzlich meines ganzen Teams beraubt, muss die Serie wahrscheinlich schon nach dem Pilotfilm wieder beendet werden. Schade, denn es hat wirklich Spaß gemacht mit Amelie Schwarzwälder-Kirsch zu backen. Danke liebe Amelie. Nun denn, wir werden sehen, wie es weiter geht.

 

Ich wünsche schon einmal allen viel Spaß beim Anschauen.

SchwarzwälderkirschHier könnt Ihr das Video anschauen!
Ihr Konditormeister Martin Schönleben

 

PS: Das Rezept kommt in ein paar Tagen

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