Honigmondtorte der krönende Abschluss unseres Menüs

Das Dessert muss natürlich immer das Highlight und der krönende Abschluss eines Essens sein, zumindest aus der Sicht eines Konditors. Da kann die Hauptspeise noch so spektakulär sein, die Vorspeise mit dreifach getrüffelter und links gedrehter handgemachter Pasta, nach einem Originalrezept  vom Urgroßvater, der dieses selbst mitgebracht hat, vom französischen Kochpapst, wenn die Nachspeise versaubeutelt wird, hat man Pech gehabt. Denn jeder redet später nur vom missraten Dessert und nicht mehr von den extra eingeflogenen, besonders seltenen kirgisischen Hummerschwänzen.

Aber bei meiner Honigmondtorte kann gar nichts schief gehen. Und die liebt wirklich jeder. Ist ja auch eine Extraportion Schokolade drin. Auch wenn zuerst einmal fast alle skeptisch sind wegen des Salbeis. Aber Salbei ist ein bei uns total unterschätztes Gewürz. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum er sich in den meisten Gärten hemmungslos ausbreiten kann und vor sich hin wuchert. Aber wenn der Salbei richtig behandelt wird, dann kann er sein wahres Aroma erst entfalten. Für die richtige Verwendung von Salbei, müssen wir nur über den Brenner fahren, denn die Italiener lieben ihn.

1. Regel: Niemals getrocknete Salbeiblätter verwenden, diese gehören in die Halsweh-Salbei-Pastillen und so schmecken sie auch

2. Regel: Darfs ein bisserl mehr sein? Bei Salbei heißt die Antwort immer: “Ja!”. Es kommt nur auf die Verarbeitung an.

3. Regel: Salbei immer mitkochen oder noch besser in Butter knusprig braten. Dann verliert der Salbei seinen hustensaftartigen Beigeschmack und läuft zu wahrer kulinarischer Höchstform auf.

4. Regel: Salbei und Schokolade lieben sich.

Deshalb halte ich mich hier an Regel 4 und serviere mein Honigmondrezept:

Rezept:

Mürbeteig:
100 g Puderzucker
100 g Butter
1 Prise Salz
Etwas Vanille
2 Eier (100 g)

250 g Weizenmehl

restliche Zutaten:
300 g Himbeeren

500 g Sahne
80 g Honig
80 g Butter
12 g frische Salbeiblätter

600 g Zartbitterkuvertüre fein gehackt

Zubereitung:

Zuerst den Mürbeteig herstellen. Hierfür Zucker, Butter, Salz, Vanille verkneten. Dann die Eier nach und nach unterkneten. Zum Schluss das Mehl unterkneten und dann kühl stellen. Wenn der Mürbeteig fest geworden ist, ausrollen etwa messerrückendick.  Dann einen leicht gefetteten 4 cm hohen Ring mit 28 cm Durchmesser mit dem Teig auslegen. Ring nicht zu stark fetten, sonst läuft der Teig doch runter. Unten mit einer Gabel einstechen. Jetzt bei ca. 180 ° C etwa 12 Minuten backen. Den Boden auskühlen lassen. Der Vorteil bei diesem Mürbeteigrezept ist, dass man ihn nicht mit Bohnen oder etwas ähnlichen ausfüllen muss, da er so seine Form gut behält.

Während der Boden auskühlt, die Füllung zubereiten. Hierfür Sahne, Honig, Butter und grob gehackten Salbei kurz aufkochen und dann etwa 5 Minuten ziehen lassen. Alles durch ein Sieb schütten und den Salbei noch gut ausdrücken. Jetzt die Kuvertüre unterrühren. Wenn die Schokolade ganz aufgelöst ist, die Himbeeren auf dem Mürbeteigboden verteilen und dann die Schokomasse darüber schütten. Jetzt die Torte kalt stellen. Wenn sie fest geworden ist, kann sie aufgeschnitten werden.

Wenn man alles richtig gemacht hat, dann schaut sie so aus!

Und mir bleibt nur noch frohe Ostern zu wünschen und viel Spaß beim Nachbacken

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

PS: Und die Honigmondtorte passt natürlich wunderbar zum Schokoladenevent: Black and White

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