Judasse – das zweite Gebäck aus dem Fernsehen

Nach dem Gründonnerstag kommt der Karfreitag. Nachdem der Karfreitag immer schon ein wichtiger Feiertag war, in der evangelischen Kirche sogar der höchste Feiertag, gab es natürlich viele Gebäcke die an diesem Tag gebacken wurden. Eines davon habe ich gestern in der Abendschau im Bayerischen Fernsehen vorgestellt, die Judasse. OstergebäckWer die Sendung gestern versäumt hat, der kann es sich hier anschauen. Ein wenig makaber sind diese Semmeln schon, stellen sie doch den Strick dar, an dem sich Judas erhängt hatte. Aber man wollte schließlich früher auch etwas bildlich darstellen, damit man sich besser daran erinnert und man es besser versteht. So konnte man, während man die Judasse mit Butter und Marmelade verzehrt hat, noch einmal darüber reden, wie er Jesus für ein paar Silberlinge verraten hat, dann mit dem Verrat nicht fertig wurde und schließlich Selbstmord beging. 30 Silberlinge hat er übrigens erhalten. Nicht zu verwechseln mit dem Linsengericht, das war jemand anderes. Aber genug geredet, jetzt wird gebacken:

Rezept:

500 g Weizenmehl

30 g Hefe

50 g Zucker

50 g Butter

7 g Salz

100 g Milch

100 g Sauerrahm

60 g Eigelb (ca. 3 Stück)

100 g Eier (ca. 2 Stück)

etwas geriebene Zitrone

Karfreitagsgebäck 

Herstellung:

Alle Zutaten zu einem glatten, mittelweichen Hefeteig verarbeiten. So lange kneten, bis der Teig sich vom Kesselrand löst und er Blasen wirft. Nun ca. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen und dann noch einmal zusammen schlagen. Anschließend in ca. 15 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus diesen Teigstücken lange Schlangen formen. Dann wie auf den Fotos Judasse formen.

Jetzt die schönen Hefestückchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit verquirltem Ei anpinseln. Wer will kann einige auch mit Hagelzucker bestreuen. Danach müssen die Judasse noch gehen, bis sich der Teig ca. verdreifacht hat. Nun bei ca. 190 ° C im vorgeheizten Ofen je nach Größe zwischen 15 und 20 Minuten goldbraun backen.

Viel Spaß beim Nachbacken und darüber nachdenken, für wieviel Silberlinge man seinen Freund verraten würde, wünscht

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

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