Rüblitorte für Claudia Roth

Die süßen Seiten der Politik Teil 5

Liebe Frau Claudia Roth,

vielen Dank, dass Sie mir Ihr Lieblingsgebäck verraten haben. Rüblitorten sind ja eigentlich eine Rüblitorte für Claudia RothSchweizer Spezialität. Aber uns hier in Bayern ist ein Alpenvolk, wie die Schweizer oftmals näher, als ein kühler Norddeutscher. Oder wissen Sie Frau Roth was ein „Franzbrötchen“ ist? Bis vor kurzem war mir das auch kein Begriff, denn es ist eine Hamburger Spezialität. Wir brauchen uns nur einmal die Landkarte anschauen, dann wissen wir, warum uns eine Rüblitorte so vertraut ist und ein „Franzbrötchen“ kein Begriff. Wobei ich leider nicht sagen kann, ob die Hamburger Rüblitorten kennen.

Aber was wirklich auffällig ist, dass Sie als zweite Grüne, die mich bei meinen Bemühungen unterstützt, die Politik etwas süßer darzustellen, auch eine Torte favorisieren. Was ist nur aus den Grünen geworden? Hätten Sie mir nicht einfach schreiben können, dass Ihre Lieblingssüßspeise ein mit Honig gesüßtes Müsli ist. Natürlich mit fair gehandelten Haferflocken und Honig von biodynamisch sammelnden Bienen. Wobei darauf zu achten ist, dass das Bienenvolk natürlich basisdemokratisch organisiert ist. Aber hier sind die Bienen ja sicherlich den Grünen ein Vorbild gewesen, denn die Bienenkönigin wird ja zur Hälfte ihrer Amtszeit vom Bienenvolk abgewählt und muss ihren Bienenstock verlassen, um einer neuen Königin Platz zu machen. Dies klingt ja wie das Parteiprogramm der Grünen in den 80er Jahren. Aber ich will hier nicht in Nostalgie verfallen, denn das ist alles Schnee von gestern. Deshalb backen wir jetzt zusammen eine Rüblitorte:

 

Rezept:
190    ml      Eiweiß (6 Stück)
250   g        Zucker
150    ml      Eigelb (8 Stück)
300   g        geriebene gelbe Rüben
150   g        geriebene Haselnüsse
225   g        geriebene Mandeln
35   g        Mehl
Mark einer halben Vanilleschote
etwas abgeriebene Zitronenschale
eine Prise Zimt

1 Mürbeteigboden
etwas Buttercreme
Zuckermasse zum Einschlagen
Marzipan für Rüblis
Aprikosenmarmelade

Liebe Frau Roth, eigentlich ist es ganz einfach eine Rüblitorte zu backen. Wenngleich doch schon ein wenig aufwändig. Zuerst muss ich die Böden backen. Hiezu schlage ich das Eiweiß und den Zucker zu einem stabilen Eischnee. Hier hinein rühre ich nun vorsichtig Eigelb, gelbe Rüben, Haselnüsse, geriebene Mandeln, Mehl und die Gewürze. Das Mehl habe ich natürlich vorher gesiebt und die Nüsse vorher leicht angeröstet, damit sie aromatischer sind. Diese Masse fülle ich nun in einen Tortenring der 5 cm hoch ist und 28 cm Durchmesser hat. Den Boden des Ringes habe ich vorher mit Papier eingeschlagen. Nun muss mein Rübliboden für ca. 45 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Bei etwa 180 ° C müsste er wohl gelingen. Wenn er fertig gebacken ist, lasse ich ihn abkühlen. Nun tränke ich meinen Boden aus einem Gemisch von Läuterzucker (150 g Zucker und 150 g Wasser kurz aufkochen lassen und dann abkühlen) und Kirschwasser. Auf 300 g Läuterzucker nehme ich etwa 200 ml Kirschwasser. Hier ist jedoch der Geschmack der Köchin oder des Kochs gefragt und je nach dem welche Einstellung man zum Alkohol hat. Man kann ihn auch ganz weglassen und gegen z. B. Fruchtsaft ersetzen. Orangensaft könnte ich mir gut vorstellen. Jetzt nehme ich einen Mürbeteigboden und bestreiche diesen mit etwas Aprikosenmarmelade. Auf diesen kommt nun der getränkte Rübliboden. Jetzt schneide ich diesen vorsichtig aus dem Ring und streiche den Boden mit etwas Buttercreme ein. Anschließend rolle ich etwas Zuckermasse aus und decke die Torte ganz damit ein. Zum Schluss kommt noch auf jedes Stück ein kleines aus Marzipan geformtes Rübchen und fertig ist eine köstliche Schweizer Spezialität.

Mir bleibt nur noch Ihnen Frau Roth und allen Ihren politischen Fans viel Spaß beim Nachbacken zu wünschen

 

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

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