Zwischenspiel – der vierte Teil des Männerplätzchenkurses

Sunoboru Kukki

 

Schneeball Plätzchen

 

Männerbackkurs Teil 4: Wie veredle ich ein einfaches Plätzchen?

 

Langsam macht es Spaß unseren Mädels beim Fußballspielen zu zuschauen. Viele Tore, ein spannendes Spiel und am Schluss verdient gewonnen gegen Frankreich. Was willst du mehr Fußballerherz? Natürlich den nächsten Teil von unserem Männerplätzchenkurs! Da wir als nächstes gegen die Japanerinnen spielen, habe ich natürlich ein japanisches Plätzchen herausgesucht. Und wo findet man die besten japanischen Süßspeisen natürlich nur bei Alexandra. Unter dem Namen Wagashi Maniac verbreitet sie japanische Süßigkeiten im Internet. Unbedingt einmal reinschauen! Da ihr Blog einfach unvergleichlich ist, habe ich mir einfach dort ein Rezept geklaut und zwar Matcha Schneeball Plätzchen. Diese Plätzchen sind wirklich besonders mürbe und zart, sodass sie im Mund fast zerschmelzen.

In Japan werden sie gerne an Weihnachten gegessen, aber man erkennt sofort, dass diese Plätzchen ursprünglich aus Europa kommen und von den Japanern nur den heimischen Gepflogenheiten angepasst wurden. In der japanischen Bäckerei und Konditorei gibt es nämlich zwei Hauptzweige, einmal die ursprünglichen japanischen Traditionssüßspeisen und eine Richtung, die stark an der europäischen Backkunst orientiert ist. Schon seit hunderten von Jahren gehen die Besten Japanischen Bäcker und Konditoren nach Europa, um sich dort fortzubilden. Zurückgekehrt passen sie das Gelernte dann den japanischen Geschmäckern an und so entsteht ein Gebäck wie die Matcha Schneeball Plätzchen. Ich habe diese Schneebälle einmal mit Matcha gebacken und einmal ohne, im Gegensatz zu Wagashi Maniac haben mir doch die ohne grünen Tee besser geschmeckt. Man kann ihn einfach weglassen und muss sonst nichts am Rezept ändern. Wer sich mein Rezept und das von Alexandra anschaut wird merken, dass ich es ein wenig anders gemacht habe. Erstens gebe ich das grüne Teepulver gleich am Anfang zum Butter, find ich einfacher. Und dann dressiere ich die Kugeln mit einem Dressierbeutel und einer Lochtülle auf, Wagashi Maniac formt mit der Hand kleine Kügelchen. Aufdressiert geht’s einfach schneller. Allerdings werden die Plätzchen auch ein bisschen flacher. Von Hand geformt werden die Schneebälle etwas runder.  Aber unsere heutige Lektion ist ja: Wie veredle ich ein einfaches Plätzchen? Und einfach zu machen, sind diese japanischen Leckerbissen wirklich.

 

Zum Veredeln kann man sie z. B. mit etwas Füllen. Geeignet ist hier Marmelade, Kuvertüre oder Nougat. Anschließend sollte man sie noch verzieren, mit etwas überziehen oder irgendwo eintauchen. Ich habe mich für eine Nougatfüllung entschieden. Ein helles Nussnougat habe ich im Wasserbad weich gemacht und dann immer zwei Plätzchen damit zusammengesetzt. Anschließend tauche ich alle zusammengesetzten Schneebälle in dunkle temperierte Kuvertüre und um noch einen kleines Highlight zu setzte, streue ich ein paar gehackte Pistazien darüber. Schon habe ich ein geadeltes japanisches Luxusplätzchen.

 

Rezept:
230 g Butter
60 g Puderzucker
Mark einer Vanilleschote
10 g Matcha (grünes Teepulver)
1 Prise Salz

200 g Weizenmehl
60 g Maisstärke

ca. 50 g Puderzucker mit Vanille gemischt zum Bestauben.

 

Zubereitung:

Zuerst wärme ich die Butter ein wenig an, damit sie wachsweich ist. Nur dann lässt sie sich schön schaumig rühren. Jetzt rühre ich Butter, Puderzucker, Vanille, Matcha und Salz schön kremig. Dann hebe ich das vorher mit der Stärke versiebte Weizenmehl unter und dressiere mit einer Lochtülle kleine Tupfen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Nun müssen die Schneebälle nur noch in den Ofen bei etwa 175 ° C für ca. 10 – 15 Minuten goldgelb backen. Anschließend bestaube ich die japanischen Plätzchen noch mit Vanillepuderzucker. Oder ich veredle sie, wie oben beschrieben.

 

Und mir bleibt nur noch allen Männern viel Spaß beim Nachbacken und Veredeln zu wünschen

 

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

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