Grüne Punschkrapferl für Horst Dinges

Die Grünen Puchheim

Lieber Herr Horst Dinges,

Sie sind ja erst vor einem Jahr bei den Grünen eingetreten und nicht im Puchheimer Stadtrat, aber trotzdem schon Bürgermeisterkandidat. Das ging aber schnell!

Sie sind verheiratet, 53 Jahre alt, haben zwei Kinder und sind Leiter des Puchheimer Kultur- und Sportamtes. Somit sind Sie verantwortlich für unser PUC. Was nicht groß verwunderlich ist, denn schließlich ist das genau ihr Kompetenzzentrum, als Regisseur und Schauspieler.

Jetzt habe ich mir einmal das Wahlprogramm der Grünen in Kurzfassung für die Kommunalwahl in Puchheim angeschaut. Ich habe es aus meinem Briefkasten gefischt. Hier musste ich feststellen, die Kurzfassung ist gar nicht so kurz. Die Wahlkampfbroschüre der Grünen ist sogar die längste aller Kurzfassungen, die ich bisher im Kommunalwahlkampf gelesen haben. Es umfasst 6 Seiten Kurzfassung, plus noch einmal 6 Seiten Kurzvorstellung der Kandidaten, plus noch einmal einen extra Flyer für den Bezirkstag. Wenn das die Kurzfassung ist, wie lang ist dann erst Ihr ausführliches Wahlprogramm? Gut ich habe mir jetzt auch die Langfassung angeschaut und es ist doch nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, denn im Prinzip werden nur alle aufgezählten Punkte durch einen erklärenden Satz erläutert.

Aber für mich ist es jetzt wirklich schwierig, sich einen oder mehrere Punkte heraus zugreifen, um näher darauf ein zugehen. Da ich auch bei den anderen Parteien mir näher angeschaut habe, wie sie unser akutes Wohnungsproblem angehen wollen, habe ich mir dies auch bei den Grünen herausgegriffen. Da ich glaube, dass die überhöhten Mietpreise eines unserer größten und akutesten Probleme sind. Vor allem weil es im Gegensatz zu den anderen enormen Katastrophen wie z. B. der Krieg in Europa wirklich ein kommunalpolitisches Thema ist. Hier steht in Ihrem Programm:

„bezahlbaren Wohnraum auf dem geplanten Baugebiet an der Alpenstraße schaffen. Das kann durch einen hohen Anteil staatlich geförderter Wohnungen erreicht werden, da nur so niedrige Mieten möglich sind. Die Städtische Wohnraumentwicklungsgesellschaft Puchheim mbH (WEP), Genossenschaften oder sozial orientierte Wohnungsbauunternehmen können dabei aktiv werden.“

Hier muss ich Ihnen und den Grünen recht geben, denn auch wenn es dann deutlich länger dauert, bis neuer Wohnraum entsteht, sollten doch hier Genossenschaften zum Zuge kommen. Denn nur so kann man auf Dauer bezahlbaren Wohnraum schaffen. Des weiteren wäre mir wichtig, dass die Stadt Puchheim ihren Grund nicht verkaufen sollte, sondern sich ein Beispiel an der Kirche nehmen, die ihren Grund immer behält und diesen im Erbbaurecht verpachtet.

Ach ja, was mir noch bei den Grünen in Puchheim aufgefallen ist, ist die Altersstruktur. Es sind zwar schon ein paar junge Kandidat*innen auf der Stadtratsliste, aber doch überwiegend Bewerber*innen jenseits der 60er. Sie sind ja fast schon ein Jungspund unter Ihren Parteikolleg*innen. Wo ist denn die grüne Jugend in Puchheim? Sind die alle lieber zu den Linken gegangen, weil ihnen die Grünen mittlerweile zu konservativ sind?

Doch kommen wir zu Ihren süßen Seiten.

Sie haben mir berichtet, dass sehr gerne Florentiner mögen, aber ihr absoluter Favorit wären Punchkrapferl. Als ehemaliger Wahlwiener haben Sie diese Minitörtchen wahrscheinlich dort kennen und lieben gelernt. Es gibt zwar viele unterschiedliche Rezepte, aber die Originale sind außen rot mit Fondant überzogen und innen haben sie einen schwarzen Kern. Können wir jetzt daraus Ihre politische Grundeinstellung definieren. Das hieße dann, äußerlich wären Sie eher links orientiert, aber innerlich doch konservativ. Aber das ist natürlich nur meine Interpretation Ihres Wahlgebäckes. Ich bin ja schon gespannt, welche Variation der Punschkrapferl Maxi uns diese Woche präsentieren wird. Vielleicht wird es ja eine grüne Variante.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Erfolg im Wahlkampf und allen Ihren Fans eine süße Überraschung in der Bäckerei Hünsche

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

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