Hägenmakronen – Hilfe die Franken kommen

und weiter geht es im bunten Plätzchenreigen.

Von Italien wechseln wir wieder zurück nach Bayern und zwar nach Franken. Darf man als Altbayer überhaupt fränkische Plätzchen backen? Nun denn die Franken werden es mir hoffentlich verzeihen, wenn ich diese kleinen Makronen als Bayerische Spezialität einordne. Hägen kommt von Hagebutten und wird auch noch Hiffen genannt. Die wichtigste Zutat ist somit Hagebuttenmarmelade und diese gibt ihr auch gleich den Namen. Und ohne die Zugabe der Lieblingsmarmelade der Franken wäre es auch nur eine gewöhnliche Mandelmakrone. Aber so ….

Rezept:
4 Eiweiß (120 g)
360 g Puderzucker
120 g Hägebuttenmark (Hiffenmark)
450 g geriebene Mandeln
5 g geriebene Zitronenschale

Zubereitung:
Zuerst rühre ich das Eiweiß mit ca. einem Drittel der Zuckermenge gut schaumig. Wenn es schön schaumig ist, rühre ich nach und nach den Rest des Puderzuckers unter. Jetzt eine Tasse der Baisermasse zur Seite stellen (etwa 75 g). Dann hebe ich vorsichtig die Zitronenschale, Hagebuttenmark und die Mandeln unter. Nun dressiere ich mit einem Dressierbeutel und einer 12 mm großen Lochtülle kleine Tupfen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Wer keinen Dressierbeutel hat kann auch unter zu Hilfenahme von zwei Teelöffel kleine Häufchen aufs Backpapier setzen. Anschließend drücke ich mit dem Stiel eines Kochlöffels auf jedes Plätzchen eine Vertiefung. Damit es am Löffel nicht anklebt, tauche ich diesen immer wieder in etwas Mehl ein.

In diese Vertiefung kommt nun jeweils ein wenig von der Eiweißmasse. Entweder mache ich mir ein Tütchen oder ich gebe die Masse in einen Spritzbeutel mit einer 7 mm Lochtülle. Wer Glück hat, bei dem geht es genau auf und es bleibt weder ein Rest an Eiweißmasse noch bleiben ein paar Makronen leer. Bei mir waren meistens ein paar Makrönchen ohne Füllung übrig. Die habe ich dann nach dem Backen mit Hiffenmark gefüllt. In meinem Plätzchekurs haben sie meine Schülerinnen mit Nüssen und Trockenfrüchten belegt. Hier ist also Kreativität gefragt. Aber backen muss ich sie auch noch. Bei ca. 170 ° C (Umluft) im vorgeheizten Ofen für ungefähr 12 Minuten müssen Sie im Backrohr ausharren.

Viola, bei diesen Plätzchen läuft sogar dem Töpferkönig das Wasser im Munde zusammen.

Und mir bleibt nur noch allen viel Spaß beim Nachbacken zu wünschen

In diesem Sinne Ihr Konditormeister

Martin Schönleben

PS: Die liebe Melanie hat uns aufgerufen, ihr unsere Plätzchenrezepte zu schicken für Ihren Blog-Event Weihnachtsbäckerei. Ich bin dabei.

 

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