Jelänger-Jelieber – ein Plätzchen, dass niemand länger liegen lässt

Jelänger-JelieberHusarenkrapferl, Engelsaugen, Grübchen, Kulleraugen

Angeblich soll der Name für dieses Plätzchen davon kommen, dass je länger man die Plätzchen aufbewahrt hat, desto besser haben sie geschmeckt. Aber soweit kommt es ja gar nicht, denn diese Plätzchen schmecken so lecker, dass sie überhaupt nie gar nie nicht länger liegen bleiben. Das Besondere an diesen Plätzchen ist, dass sie in gehackten Mandeln gerollt werden. Dadurch bekommen sie ihren speziellen Drive. So bekomme ich außen eine krunschige Schicht, dann kommt ein zarter, durch das Butterschmalz extrabuttriger Mürbteig. Gekrönt wird das kleine Gebäck dann noch von einer fruchtig saftigen Himbeerkonfitüre. So ein Plätzchen bleibt natürlich niemals länger liegen.

Aber es gibt diese Art von Plätzchen ja auch noch unter vielen anderen Namen und Rezeptvariationen z. B. als Engelsaugen, Grübchen, Kulleraugen und in Österreich werden sie gar Husarenkrapferl genannt. Wahrscheinlich gibt es noch unzählige weitere Bezeichnungen für diese leckeren Plätzchen. “They call it a Klassiker” wie man so schön auf Neudeutsch sagt.

Bei vielen Rezepten wird die Marmelade vor dem Backen in die Mulde gegeben. Ich fülle meine Jelänger-Jelieber jedoch erst nach dem Backen. Das hat zwei gravierende Vorteile. Erstens die Konfitüre läuft nicht aus und bleibt schön auf dem Plätzchen. Zweitens wird die Konfitüre durch das Backen leicht zäh, weil einiges an Flüssigkeit während des Backvorgangs verdampft. So bleibt sie schön fruchtig und saftig.Husarenkrapferl, Engelsaugen, Grübchen, Kulleraugen

 

Rezept (für ca. 60 Stück):
70 g Butterschmalz (zimmerwarm)
70 g Butter (zimmerwarm)
70 g Zucker
2 g geriebene Zitronenschale
60 g Eigelb (3 Stück)
210 g Weizenmehl (Type 550)

100 g gehackte Mandeln
Ca. 160 g Himbeerkonfitüre

Husarenkrapferl, Engelsaugen, Grübchen, Kulleraugen

Zubereitung:
Butterschmalz, Butter, Zucker und geriebene Zitronenschale verkneten. Eigelbe nach und nach unterkneten. Zum Schluss Weizenmehl unterkneten. Dann aus dem Teig ca. 8 g schwere Kugeln formen. Die Kugeln in den gehackten Mandeln wälzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Etwas flach drücken und dann mit einem Kochlöffelstiel eine Mulde in die Mitte drücken. Bei ca. 180 ° C (Umluft) für ca. 8 – 10 Minuten goldgelb backen. Nach dem Backen in jede Mulde einen Klecks Himbeerkonfitüre füllen. Wer will kann die kleinen Plätzchen noch mit Puderzucker stauben.Husarenkrapferl, Engelsaugen, Grübchen, Kulleraugen

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß beim Nachbacken

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

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