Leckere freie Auszogne und einen liberalen Apfelstrudel für:

Michaela Kuchinka – FDP

Liebe Frau Michaela Kuchinka,

Sie sind ja die einzige Frau in der diesmal sehr großen Runde der Puchheimer Bürgermeisterkandidat*innen. Da muss ich sagen, dass ich das schon sehr schade finde, dass keine der anderen Parteien es geschafft hat eine Frau zu nominieren. Vielleicht sollte ich hier einmal hervorheben, dass wir uns im Jahre 2026 befinden.

Ich hoffe nicht, dass Ihre Parteifreunde Ihnen nur deshalb den Vortritt gelassen haben, weil die FDP im Moment in der Bedeutungslosigkeit zu versinken droht. Es gibt ja einige, die Jubeln über den Niedergang der Liberalen. Sie meinen, dass wir keine Liberale Partei mehr bräuchten. Ich gehöre nicht dazu, denn ich glaube schon, dass wir eine Liberale Partei dringend nötig hätten. Allerdings eine andere, als die die FDP heute ist. Ich denke wir könnten schon eine Partei gut gebrauchen, die sich für die Freiheitsrechte der einzelnen Bürger einsetzt. Aber nicht eine die den Staat am Liebsten abschaffen würde. Ich stelle mir eine Partei vor, die zwischen rechts und links steht, also in der Mitte und eher ausgleichend wirkt, als polarisierend. Aber ich glaube, hierfür fehlen der FDP die linksliberalen Parteifreunde. Aber gut, das ist ja nur meine Idee eines modernen Liberalismus.

Auf alle Fälle müssen Sie ja jetzt ausbaden, was Ihnen die Bundespartei mit Ihrem ehemaligen Parteivorsitzenden eingebrockt hat, als dieser in Zusammenarbeit mit der Bildzeitung, die Ampelkoalition gesprengt hat. Deshalb denke ich, dass es ein schwerer Wahlkampf für Sie und Ihre Puchheimer Parteifreunde wird.

Aber bei einer Stadtratswahl spielt die Bundespolitik oft nur eine Nebenrolle, denn es werden oft die individuellen Persönlichkeiten gewählt. Hier gibt es ja dann doch einiges, was für Sie sprechen würde. Schließlich sind Sie in Puchheim verwurzelt, betreiben zusammen mit Ihrem Mann ein Küchenstudio und eine Schreinerei, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, ehrenamtlich engagiert. Aus gut unterrichteten Kreisen habe ich auch erfahren, dass in Ihrer Familie fast alle demokratischen politischen Richtungen vertreten sind. Was mir besonders gefällt, denn in Ihrer eigenen Familie haben Sie erfahren, dass man trotz unterschiedlicher Meinung und vielleicht auch heftigen Diskussionen, man doch immer respektvoll miteinander umgehen muss. Und das ist etwas, was immer mehr verloren geht in unserer Gesellschaft. Dafür gibt es immer mehr Hass, vor allem im Internet.

Dann habe ich mir natürlich auch angeschaut, welche Wahlkampfparolen so von Ihnen zu finden sind. Einmal werden Sie immer wieder zitiert:

Ich stehe für eine Politik, die zuhört, anpackt und umsetzt – mit Herz, Verstand und einem klaren Blick für das Machbare.“

Naja, was soll ich dazu sagen. Das hätte natürlich von fast allen anderen Kandidaten so auch propagiert werden können.

Also schauen wir uns dann mal etwas Konkreteres an. Die FDP will sich für mehr Geschwindigkeit im Handeln starkmachen:

Genauso will sich die FDP für mehr Geschwindigkeit im Handeln starkmachen. Denn das seit Jahren brachliegende städtische Grundstück an der Alpenstraße sei „eine unverantwortliche Verschwendung von Steuergeld“. Die FDP möchte das sofort ändern – durch private Investitionen, städtebauliche Vorgaben und schnelle Umsetzung.“

Das halte ich für einen großen Fehler, denn eines unserer drängendsten Probleme ist es bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und mit einem Schnellschuss ist uns hier nicht geholfen. Vor allem das ganze in private Hände zu legen, halte ich für unverantwortlich, denn die Privatwirtschaft hat uns ja in dieses Dilemma geführt und uns diese horrenden Mietpreise beschert. Deshalb muss man hier als Stadt gut überlegen, was man wirklich will, damit unsere Steuergelder nicht verschwendet werden. Hier wäre mein Vorschlag mit einer gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft zusammen zu arbeiten, damit wirklich dauerhaft günstiger Wohnraum entstehen kann und hier liegt meine Betonung auf dauerhaft.

Doch jetzt genug der Politik, kommen wir zu den süßen Seiten:

Sie haben mir ja geschrieben, dass Sie die Kleinste von sechs Kindern waren und zu Ihrem Geburtstag Ihre Patentante immer Kuchen gebacken hat. Leider wurde das Rezept nie aufgeschrieben. Und so haben Sie mir die Torte der Patentante nur noch beschreiben können: „Bei uns war der Kuchen immer auf einem Blech, unten und oben Biskuit, in der Mitte die Füllung, dann noch mit Puderzucker obendrauf.“

Leider ist diese Beschreibung dann doch etwas wage. Oben und unten Biskuit würden wir ja noch hinbekommen. Auch in der Mitte die Füllung und oben Puderzucker ist eigentlich kein Problem. Wir hätten sogar noch die Möglichkeit kreativ zu sein, da wir ja nicht wissen welche Füllung denn der „Osterhasenkuchen“, wie er bei Ihnen genannt wurde hatte.

Aber da war ja noch Ihre Mutter und ihr Apfelstrudel war für Sie das Höchste der Gefühle an Süßspeise.

Hiermit konnte nur die Oma mit den weltbesten Auszognen konkurrieren.

Für uns wird das schwierig, gegen solche Kind heitserinnerungen anzubacken. Aber wir nehmen die Herausforderung an und wir backen in der Bäckerei Hünsche
vom 12.01.26 bis zum 18.01.26 leckere freie Auszogne und einen feinen liberalen Apfelstrudel.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg bei Ihrem Wahlkampf und allen Ihren Fans eine süße Überraschung in der Bäckerei Hünsche

Ihr Konditormeister

Martin Schönleben

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