

Lieber Herr Tobias Lexhaller,
als parteifreier Kandidat wollen Sie jetzt Bürgermeister in Puchheim werden. Sie treten für die ubp (Unabhängige Bürger Puchheim) und die GFP (Gemeinsam für Puchheim) an. Als Unternehmer und Vater von drei Töchtern wollen sie Ihre Erfahrung mit ins Bürgermeisteramt nehmen. Sie wollen, dass auch Ihre Kinder und Enkel in einem Puchheim leben können, in dem sie sich sicher und aufgehoben fühlen. Obwohl Sie kein Mandat im Puchheimer Stadtrat inne haben, glauben Sie doch mit Ihrer unternehmerischen Erfahrung Puchheim weiter bringen zu können.
Sie fragen sich zu Recht, warum in einigen Projekten in Puchheim nichts voran geht und führen hier an: Die Puchheimer Stadtmitte, Alpenstraße, Lochhauserstraße, Energiewende, Demographischer Wandel, Wirtschaft und Finanzen. Ich zitiere hier Ihre Worte: „Ich glaube, es ist an der Zeit, dass endlich einer anpackt. Deshalb kandidiere ich.”
Wenn das so einfach wäre! Endlich kommt jemand und packt alles an. Alles auf einmal, wird wahrscheinlich auch zu viel. Aber die Mühlen der Demokratie und der Stadträte mahlen ja bekanntermaßen langsam. Um nur ein Beispiel herauszunehmen, will ich mich einmal mit dem Thema Energiewende, das Ihnen ja bekanntlich besonders wichtig ist, beschäftigen. Ich hoffe, Sie können sich noch erinnern, wie das damals mit der Geothermie in Puchheim war. Der Stadtrat war sich eigentlich einig, dass eine Geothermieanlage für Puchheim kommen sollte. Eigentlich gab es keine maßgeblichen Gegenstimmen, denn alle fanden, für die Energiewende wäre das ein gutes Projekt. Jedoch wurde dann ein Bürgerentscheid initiiert und bei dieser Bürgerabstimmung wurde mit großer Mehrheit gegen die Geothermie entschieden. Beim Bürgerbegehren stimmten 75,26 Prozent mit „Ja“, also gegen eine Geothermie-Anlage. Nach diesem für den Stadtrat vernichtenden Beschluss der Puchheimer Bürger*innen, wurde die große Energiewende in Puchheim praktisch begraben und nur noch ein paar kleinere Projekte vorangebracht.
Heute sind die maßgeblichen Betreiber der Bürgerinitiative gegen die Geothermie im Stadtrat für die GFP. Und die GFP unterstützt Ihre Kandidatur zum Bürgermeister. Wissen denn Ihre Unterstützer, dass Sie die Wärmeversorgung, Mobilität und Stromerzeugung zukunftsorientiert denken und gestalten wollen. Oder haben Sie ihnen nicht gesagt, das Geothermie zu einer Zukunftsorientierung dazu gehört? Oder denke ich hier falsch und wir schaffen das auch ohne Geothermie? Ich denke, das wird bei Ihrem wichtigsten Thema nicht so einfach für Sie.
Ihre weiteren Schwerpunkte sind:
Wirtschaft & Finanzen
Ökonomisch haushalten und Einnahmen steigern.
Wohnen & Bauen
Entscheidungen beschleunigen, Bauen ermöglichen und Wohnraum schaffen.
Demografie
Attraktivität für Jugendliche und Familien steigern, gutes Leben im Alter fördern.
Klima & Umwelt
Hitze, Unwetter und Katastrophenschutz aktiv vorausdenken und managen.
Hier kann man jetzt schwer widersprechen. Es sind die Aussagen, die halt so fast alle Bürgermeisterkandidaten machen könnten. Entscheidend wird es aber immer dann, wenn es um die Umsetzung geht. Hier wird der künftige Bürgermeister genau schauen müssen, wofür ist denn jetzt noch genug Geld da und was wollen wir als erstes machen und wie kann ich im Stadtrat dafür eine Mehrheit zustande bringen?
Aber nun genug der komunalen Politik. Ich will mich nun Ihren süßen Seiten widmen. Sie haben mir geschrieben: „Ich mag Plundergebäck sehr gerne und am liebsten Rosinenschnecken.“

Deshalb backen wir für Sie Rosinenschnecken in der Bäckerei Hünsche. Maxi nimmt zwar jetzt keinen Plunderteig, sondern er füllt einen saftigen Hefeteig mit einer Vanillecreme und reichlich Rosinen. Wir hoffen, unsere unabhängigen Rosinenschnecken schmecken Ihnen genauso gut wie uns.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Erfolg im Wahlkampf und allen Ihren Fans eine süße Überraschung in der Bäckerei Hünsche
Ihr Konditormeister Martin Schönleben
