Yullan – Kastanienplätzchen aus Korea

koreanisches Plätzchen ohne Backofen

Leider haben unsere Mädels jetzt gegen Kolumbien verloren und wir müssen hoffen, dass sie es gegen Südkorea besser machen. Ich habe derweilen schon einmal ein koreanisches Plätzchen gefunden, dass uns das letzte Gruppenspiel versüßen soll.

Ein typisches koreanisches Plätzchen, für das wir nicht mal einen Backofen brauchen. Es gehört in die Gruppe der Suksilgwa. Bei diesen Desserts werden Früchte, Nüsse, Wurzeln oder Samen gekocht und zerstampft, um diese Masse dann wieder in eine ähnliche Form zu bringen, wie die original Frucht. Der Ursprung dieser Gebäcke stammt wahrscheinlich aus der Joseon-Ära (1392 – 1897). Damals wurden meistens mehrere dieser Gebäcke zusammen an der königlichen Hofküche serviert. Sie waren der Oberschicht und dem Königshaus vorbehalten. Heutzutage erfreuen sich alle an diesen Plätzchen.

koreanisches Plätzchen ohne Backofen

Ein Plätzchen für alle, die Maroni lieben. Für die anderen, ist es glaube ich, nicht so geeignet.

Yul-lan 율란 – koreanische Kastanienplätzchen

koreanisches Plätzchen ohne Backofen

Rezept für 18 Plätzchen:

200 g gekochte Kastanien

1 EL Zucker

2 Esslöffel Honig

2 EL Wasser

½ Teelöffel Zimtpulver

eine Prise Salz

Zum Tauchen:

2 Esslöffel geröstete Mandeln gehackt

2 EL gehackte Pistazien

1 Teelöffel Grüntee-Pulver

1 Teelöffel geröstete schwarze Sesamkörner

1 Teelöffel geröstete Sesamsamen

2 EL Pinienkerne gehackt

Zimt

koreanisches Plätzchen ohne Backofen

Zubereitung:

Ich habe es mir einfach gemacht und gekochte Kastanien genommen. Diese zerstampfe ich im Mörser. Wer eine ganz glatte Masse haben will, muss sie dann noch durch ein Sieb streichen. Habe ich nicht gemacht. Zucker, Honig und Wasser koche ich zu einem Sirup. Jetzt gebe ich die restlichen Zutaten dazu und vermische alles gut. Wenn es eine kompakte Masse geworden ist, dann nehme ich immer ein wenig in die Hand und forme zuerst eine Kugel, daraus modelliere ich einen Kegel. Wenn die Masse zu bröselig ist zum Modellieren, dann einfach etwas Wasser dazu geben. Wenn ich alle Kastanien geformt habe, tauche ich jede mit dem Ende zuerst in Honig und dann in Pistazien, Grünen Tee, Mandeln, Pinienkerne, Sesamkörner, Zimt oder was auch immer mir gefällt. Traditionell werden sie in Pinienkerne getaucht. Jetzt sind sie auch schon fertig, die kleinen Yullan und das ganz ohne Backofen! Am besten im Kühlschrank aufbewahren. So ca. 3 – 4 Tage dürfte das problemlos gehen. Etwa eine Stunde vor dem Servieren aus der Kühlung holen, damit es zum Verzehren Zimmertemperatur hat.

Für alle die keine Maroni mögen habe ich hier noch ein anderes koreanisches Plätzchenrezept: “SangTu GwaJa”

Viel Spaß beim Nachbacken wünscht

Ihr Konditormeister Martin Schönleben

Mehr Plätzchenrezepte von mir gibt es in meinem Buch: “Die besten Weihnachtsplätzen” erschienen im Suhrkampverlag: Hier könnt ihr schon mal probelesen!

Weihnachtskekse - Martin Schönleben
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